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Südgorasia
Häufig wird Gorasia mit seinem Süden gleichgesetzt, was sicherlich
auch nicht ganz falsch ist, war doch jene Kultur, welche sich als Huo
Shan Guo Ren bezeichnet, bis vor wenigen hundert Jahren die herrschende
Macht in Gorasia(Huo Shan Guo). Noch heute findet man in Mittel- und Nordgorasia
Gebäude, Tempel, Relikte und Zeugnisse aus diesen Tagen. Im Jahre 78 vor der Öffnung Gorasias befahl der Drachensohn den
Bau der großen Mauer(Chang Cheng), um zu verhindern, dass weitere
Teile seines einst so großen Reiches in fremde Hände fallen
können. Desweiteren gibt es in Südgorasia noch drei weitere Provinzen, die sich zum Teil
dem Einfluß des Drachensohnes entziehen: Shiro Sagi(Provinz des weißen Reihers),
Aka Tatsu(Provinz des roten Drachen) und Sakura(Provinz der Kirschblüte) stehen
unter der Herrschaft dreier Fürsten, Daimyos genannt, und deren Samuraiorden. Die
genaue Herkunft dieser Volksgruppe ist bis heute ein Rätsel. Doch lässt sich an Hand
der wenigen überlieferungen doch eindeutig beweisen, dass Ihre Vorfahren einst aus
dem östlichen gorasischen Gebirge kamen.
Sie haben seit vielen Jahren ein Abkommen mit den Drachensohn, welches ihnen ihre
Unabhängigkeit sichert, solange sie ihre Abgaben leisten und einen Beamten als
Berater und Vermittler in ihrer Provinz gestatten. Trotz ihres autonomen Status
und ihrer Isolation, haben dennoch viele Sitten und Gebräuche Südgorasias Einzug
gehalten. Insbesondere, was die in Gorasia typische Ahnenverehrung und -magie
angeht, verwischen die Grenzen der Traditionen beider Bevölkerungsgruppen und auch
einige der einst so rigorosen Gebräuche haben an Strenge zugunsten einer offeneren
Lebensweise verloren. Zudem genießen die Krieger, Samurai genannt, dieser drei kleinen
Provinzen auch innerhalb des Herrschaftsbereiches des Drachensohnes bei der
Bevölkerung hohes Ansehen, ob ihrer bedingungslosen Beschützerrolle die sie einnehmen,
um die hilfloses Menschen vor Schaden zu bewahren. Es gilt als größte Ehre, einem
Samurai ein Nachtlager zu und ein Mahl anbieten zu dürfen. Lediglich die herrenlosen
Samurai, Ronin genannt und innerhalb der Bevölkerung unter dem Namen LuoXin(=gefangenes
Herz) bekannt, werden mehr gefürchtet, da sie häufig plündernd und mordend durch die
Dörfer ziehen was aber definitiv nicht auf jeden Ronin zutrifft.
In den letzten Jahren verbesserten sich die Beziehungen zwischen den drei Provinzen
und dem Drachensohn zusehens und speziell Aka Tatsu scheint besonders in seiner Gunst
zu stehen, wurde doch häufiger deren Daimyo und seine Samurai auf Reisen durch die
Provinz Da Xin in Richtung der Himmelsfeste beobachtet.
Autor: Marco Siebert |
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